prognosis

Die prognosis für das sakrale sowie in den Segmenten befindliche Chordom ist im Gegensatz zu früheren Ansichten nicht sonderlich gut. So werden in einer schwedischen Studie die 5-, 10-, 15- und 20-Jahresüberlebensraten mit 84%, 64%, 52% und 52% angegeben [7].

Andere Angaben gehen von einer durchschnittlichen krankheitsfreien Zeit von ca. 63 Monaten aus und geben eine durchschnittliche Überlebenszeit von ca. 7 Jahren an [8]. 

Wichtigstes Kriterium scheint hierbei die der Weite der Ränder zu sein, d.h. wie nahe der operierte Tumor an den Schnittrand heran reicht. Die beste prognosis haben hierbei sogenannte R0, d.h. im Gesunden entfernte weite Ränder, gefolgt von marginalen Rändern und solchen, die durch den Tumor gehen (intraläsionale). Als negative progostische Faktoren haben sich größere Tumorgröße, inadäquate chirurgische Ränder, mikroskopisches Tumorwachstum sowie lokale Rezidive erwiesen.

Lokale Rezidive treten beim Chordom relativ häufig auf, im Durchschnitt nach ca. 18-24 Monaten. Ein relativ spätes Auftreten von Metastasen, insbesondere in der Lunge wird bei 10% - 30% der Erkrankten beobachtet. Hierbei sind vor allem Patienten mit besonders großen Chordomen, die sich relativ weit nach Richtung Kopf erstrecken (das ganze Sakrum und / oder in den lumbalen Bereich hereinwachsen, gelber Bereich im Bild oben).

Trotz allem scheint das Chordom aber ein relativ schwer einschätzbarer Tumor zu sein, und längeres Überleben trotz multipler Metastasen wird berichtet.